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Peak Uran – warum Atomenergie kein Ausweg ist

Der durch eine Glockenkurve vorgegebene Engpass zwischen Ölförderung und Ölverbrauch (Peak Oil) findet sich auch bei allen anderen nicht-erneuerbaren bzw. nicht-nachwachsenden Rohstoffen. Uran ist ein Metall, welches nur an wenigen Orten auf diesem Planeten vorkommt. Alle Lagerstätten neigen sich mit zunehmender Ausbeutung ihrem Ende zu, wodurch bei allen spaltbaren Materialien dasselbe Problem auftritt wie bei Erdöl: Es wird irgendwann knapp. Setzt die Menschheit zugleich auf mehr Atomkraftwerke, so nimmt der Verbrauch von Uran zu, während auch hier irgendwann der Höhepunkt der Produktionsmengen erreicht wird. Eine zeitweise Überbrückung des Energieengpasses durch Atomkraft/Kernenergie wird mittel- bis langfristig in dieselbe Sackgasse führen, wie die heutige Abhängigkeit von Erdöl: Es ist irgendwann nicht mehr genug spaltbares Material vorhanden, welches sich zur Energiererzeugung einsetzen lässt, Angebot und Nachfrage fallen auseinander und Peak Uran ist gekommen. Nach Aussage der Energy Watch Group hat Uran bereits in den 1980ern seinen Förderhöhepunkt überschritten.

Es gibt weitere Gründe, nicht auf Atomenergie als Ersatz zum Erdöl zu setzen. Einerseits sind das schlichtweg technische Gründe: Erdöl wird als chemischer Rohstoff eingesetzt, beispielsweise für Farben, Lacke, Düngemittel, zur Plastikherstellung. Aus (atomar erzeugter) Elektroenergie können wir diese Dinge nicht herstellen. Auch nutzen die meisten unserer Transportmittel keine Elektroenergie zum Antrieb, sondern sie verbrennen Öl in Verbrennungsmotoren. Auch diese Situation überbrückt kein einziges neues Atomkraftwerk.

Atomkraft statt Öl?

Vielmehr gilt die langfristige Gefahr radioaktiver Zerfallsprodukte zu beachten, die bei der Spaltung von Uran und Plutonium entstehen. Die Abfallprodukte eines Atomkraftwerkes haben teilweise Halbwertzeiten von mehreren tausend Jahren, werden also noch in zehntausenden Jahren strahlen. Egal wo wir den radioaktiven Abfall lagern und wie "sicher" wir diese Lagerstätten auch immer machen, sie werden auf (in menschlichen Massstäben) ewige Zeiten uns und unsere Umwelt bedrohen sowie dauerhaft Kosten für Überwachung und Instandhaltung verursachen.

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Letzte Kommentare

  • Michael Egloff: Natürlich hätte es längst einen Peak gegeben, wenn man nicht Öl aus der Tiefsee, aus den Teersänden,...
  • Andreas Staller: Hallo Mario, so etwas wie einen Peak MUSS es gegeben haben. Man hätte niemals mit dem Fracking...
  • Michael Egloff: Ergänzung: mit Spitzenfördermengen von möglicherweise 100 bis 105 mb/d meinte ich all liquids. Womit...
  • Michael Egloff: Es ist mittlerweile eine Binsenweisheit: der geologische Peak Oil liegt noch etliche Jahre in der...
  • h.c.: @Mario Warum sollte Dich irgendwer überzeugen wollen bzw. sollen? Menschen ändern Sich bzw. Ihre Überzeugung...

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