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Das globale Ölfördermaximum steht bevor: PEAK OIL.

Zum offenen Brief: Lausitzer Kohle im Boden lassen?

In der Lausitz wird über die Frage diskutiert, ob neue Braunkohletagebaue eröffnet werden müssen. Zeitgleich gibt die Internationale Energieagentur einen neuen Bericht darüber heraus, wie das Energiesystem angesichts des Klimawandels umgebaut werden sollte. Auf seiner Tour zur Vorstellung dieses Berichts war Fatih Birol Freitag in Stockholm/Schweden und diskutierte dort mit Energieministerin und Vattenfall-Vorstand. Aus Sicht der Lausitz trafen sich da "die Richtigen": Vattenfall ist als schwedisches Unternehmen die treibende Kraft für eine Verlängerung des Kohlezeitalters in der Lausitz. Die schwedische Politik hätte die Chance, Einflus auf das Unternehmen zu nehmen und Fatih Birol ist derjenige, der erklären kann, warum das - angesichts des Klimawandels - sinnvoll ist. Ein offener Brief von Lausitzer Betroffenen thematisiert das jetzt:

Ein kurzer Abriß für Telepolis

Eine Change.org-Petition zur Änderung des Bergrechts

Münster kriegt Peak-Oil-Bericht

Die Peak-Oil-Gruppe Münster möchte Euch sehr herzlich einladen:

am Donnerstag, den 04.07.2013 präsentieren wir um 19 Uhr im Geomuseum (direkt am Domplatz) den ersten Peak-Oil-Bericht für Münster und damit den ersten für eine deutsche Stadt!

Das Erdölzeitalter neigt sich unweigerlich dem Ende entgegen und aktueller denn je stellt sich die Frage nach der Abhängigkeit unserer Industriegesellschaft von Ressourcen wie Öl. Gefragt sind lokale Antworten, die kreativ-gestaltend mit den globalen Herausforderungen umgehen und die Lebensqualität durch Ressourcenschonung steigern.
Das von Studierenden initiierte Forschungsprojekt im Wintersemester 2012/13 an der Uni Münster ist die Grundlage für den vorliegenden Peak-Oil-Bericht und ein hervorragender Anknüpfungspunkt für weitere Forschungs- und Anschlussprojekte. Sowohl in Münster, als auch NRW und ganz Deutschland. Es wurde von der deutschen UNESCO-Sektion als Beitrag zur Dekade zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet und stellt eine Methode der partizipativen, interdisziplinären und offenen Forschung dar, die weitergetragen werden möchte!

Auftakt des Abends ist eine kurze Präsentation des Berichts durch die Studierenden, Prof. Dr. Buttschardt, Transition Münster und die Studierendenintiative Wirtschaft & Umwelt.
In aufgelockerter Atmosphäre folgt als gleichwertiger Teil des Abends der aktive Austausch zwischen allen Akteuren und Teilnehmenden mit Fokus auf ein Ideen-Mining für mögliche Folgeprojekte.

Britischer Militär-Think-Tank rechnet mit 500-Dollar-Ölpreis in 2040

Aussagen über die Zukunft sind unsicher. Deswegen keine Annahmen über künftige Entwicklungen zu machen, würde bedeuten, die menschliche Fähigkeit zur Vorausschau ungenutzt zu lassen. Will man heute Entscheidungen treffen, muss man eine Ahnung von künftigen Rahmenbedingungen haben. Dabei gilt es, mit Wahrscheinlichkeiten zu rechnen, denn: Aussagen über die Zukunft sind unsicher.

Militärs scheinen heute jene Akteure zu sein, die sich die weitsichtigsten Blicke erlauben. Das mag an den Wurzeln der Strategie im Militärwesen liegen: Strategie, von altgriechisch strategós „Feldherr, Kommandant“. Neben der Bundeswehr, die das Thema Peak-Oil möglicherweise in Grundsatzüberlegungen regelmäßig beobachten will, gesellt sich nun das britische Verteidigungsministerium. Eine entsprechende Studie hat Nafeez Ahmed für den Guardian ausgegraben. Diese Studie entstand als Teil des "Strategic Trends Program" und beleuchtet hauptsächlich die Frage, wie Süd-Asien in 2040 aufgestellt sein dürfte. Um dies zu beurteilen macht die Studie gewisse Annahmen über die Bedeutung von Energie für diesen geografischen Raum und kommt dabei zu Schlüssen, die bislang selten in dieser Entschiedenheit zu lesen waren. (weiterlesen …)

Verschiedenes

Das jüngste Hochwasser wird die Diskussionen um den menschlichen Beitrag zum Klimawandel wieder ankurbeln. Wärmere Luft kann mehr Wasser aufnehmen und transportieren, Hochwasser werden häufiger, Bodenerosion intensiver.

Verschiedene News aus einem Öl- und Ressourcenblickwinkel der letzten Wochen:

 

Dresden baut am Energiekonzept

Die Energiewende wird, so sie erfolgreich sein will, vor allem lokale Akzente setzen müssen. Umso mehr freute es mich, als ich vergangene Woche von der Bürgerfraktion im Dresdner Stadtrat angefragt wurde, ob ich zur Anhörung zum "Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept" im Stadtrat sprechen würde. Diese Anhörung fand heute statt. 10 Minuten sind verdammt wenig Zeit für eine angemessene Analyse eines 400-Seiten-Konzepts, welches die künftige Energieversorgung einer Halbmillionenstadt beschreiben soll. Meinen kurzen Vortrag, dessen einzige Folie die untenstehende Grafik war, dokumentiere ich an dieser Stelle:

Kommentar zum Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept der Stadt Dresden (IEuKK)

Ich betrachte dieses Konzept vor allem als Energie-Konzept. Die CO2-Emissionen sehe ich innerhalb dieses Energie-Konzepts als Maßzahl dafür an, wie hoch der Anteil fossiler Energie in unserem lokalen Energiesystem ist. Machen wir uns nichts vor: der Beitrag zum globalen Klimaschutz wird auch mit der Umsetzung des Dresdner IEuKK sehr gering bleiben. Wer auf einen wirklich spürbaren Beitrag leisten will, die CO2-Emissionen zu verringern, der möge seine Kollegen im Landtag dafür gewinnen, die Lausitzer Braunkohle im Boden zu belassen - denn eine echte globale CO2-Begrenzung ist nur möglich, wenn Kohlenstoff im Boden verbleibt. (weiterlesen …)

Deutschland 2012: Fossil-Importe kosten 100 Milliarden Euro

99,8 Milliarden Euro netto wurden 2012 in Deutschland für den Import fossiler Energieträger ausgegeben. Das hat Dr. Steffen Bukold vom Büro EnergyComment/Hamburg kalkuliert. Den größten Anteil an diesen Kosten hatten die Ausgaben für Erdöl- und Mineralölprodukte, sie betrugen 67,2 Milliarden Euro. Zweitgrößter Posten war Erdgas mit 30,1 Milliarden Euro, Steinkohle schlug "nur" mit 2,5 Milliarden Euro zu Buche. Pro Kopf hat jeder Deutsche also ca. 1200 Euro in 2012 für den Fossil-Import ausgegeben, pro 10.000-Einwohner-Stadt also 12 Millionen Euro. Die Zahlen sind leicht zu merken: 100 Milliarden insgesamt, zwei Drittel davon für Öl, 1200 Euro pro Kopf.

2012 dürfte damit (vorerst) das teuerste Jahr in der Geschichte des fossilen Energiesystems für Deutschland gewesen sein. Da nur noch 2% des deutschen Öl-Verbrauchs im Land gefördert wird und die Ölpreise in 2012 Rekordniveau erreichten, mussten also 98% des Bedarfs zu Höchstpreisen importiert werden. Die Exportnation hat diese Ausgaben durch den Verkauf von Autos und Maschinen locker wieder eingefahren. (weiterlesen …)

PKW mit alternativen Antriebsarten wachsen überdurchschnittlich

Auch wenn die Meldung des Kraftfahrtbundesamtes schon 3 Monate alt ist, lohnt dennoch ein verspäteter Blick: Die Autofahrernation Deutschland hat von Anfang 2012 bis Anfang 2013 nochmal eine halbe Million PKW zusätzlich auf die Straßen gestellt. Das entspricht einem Wachstum der Fahrzeugflotte von 1,2% binnen 12 Monaten. Von den nun 43,4 Millionen PKW werden 98,5% mit mineralölbasierten Verbrennungsmotoren angetrieben. Nur 1,5% fahren nichtmineralölgetrieben, darunter insbesondere die gasgetriebenen: ca. 495.000 auf Basis von Flüssiggas und rund 76.000 auf Basis von Erdgas. Das Kraftfahrtbundesamt fasst in diesen Zahlen auch jene Fahrzeuge zusammen, deren Motoren sowohl Mineralöl wie auch Gas als Treibstoff akzeptieren (sogenannte bivalente Erdgasfahrzeuge). Der gasgetriebene Teil der PKW-Flotte wuchs damit um 7,5%, also ein gutes Stück schneller als die Gesamtflotte.

Noch größer fällt das Wachstum bei den Elektro- und Elektro-Hybrid-Fahrzeugen aus. Zum 1. Januar 2013 waren 7114 rein elektrisch betriebene PKW auf den Straßen unterwegs, das entspricht einer Wachstumsrate von 56,7%. Um 36,4% auf 64.995 Fahrzeuge wuchs die Elektro-Hybrid-Flotte.

Von (seit 2012 nahezu unverändert) 76tausend Bussen waren 96 rein elektrisch, 202 als Elektro-Hybride sowie 1499 gasgetrieben unterwegs. Die LKW-Flotte wuchs um 2% auf etwa 2,6 Millionen Fahrzeuge, wovon knapp 27.000 gasgetrieben und 2.537 elektrisch oder als Elektro-Hybride fahren. Die Menge der rein elektrischen LKW stieg binnen Jahresfrist um 64%, während die Hybrid-Zahlen sogar abnahmen. Der Großteil der Elektro-Fahrzeuge (ca. 1800) hat jedoch eine Nutzlast kleiner als eine Tonne. Nur zehn LKW mit Nutzlasten von über 6 und fünf LKW mit Nutzlasten von über 12 Tonnen fahren als Elektro-Hybride. Rein elektrische LKW überschreiten bislang nicht die Nutzlastgrenze von 6 Tonnen. Im Schwerverkehr dominiert also das energiedichte Mineralöl, insbesondere Diesel.

Bei einem dauerhaften Ausfall der Ölversorgung wäre beim aktuellen Stand der Dinge also nur ein Bruchteil der Flotte einsatzfähig.

CO2-Konzentration erstmals über 400 ppm

In den vergangenen Tagen wurde das erste Mal in der Menschheitsgeschichte eine Kohlendioxid-Konzentration von 400 ppm gemessen. "ppm" steht für "parts per million", also "Teilchen pro Million". Das bedeutet, dass von 1 Million Luft-Teilchen inzwischen 400 Teilchen Kohlendioxid sind. Dieses entsteht bei der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen, wie wir es tagtäglich bei der Fütterung von Kohle- oder Gaskraftwerken oder beim Betrieb von Verbrennungsmotoren tun. (weiterlesen …)

Hörender Fußmarsch in Meiningen – Zwischenbilanz

Nikolaus Huhn ist mit wechselnden Teilnehmern auf dem "Hörenden Fußmarsch" in Thüringen unterwegs. War er vor einigen Jahren noch mit einer überdimensionierten Ölpumpe fußläufig unterwegs, um Peak Oil zu thematisieren, soll der hörende Fußmarsch nun Resilienz-Elemente in den Regionen aufdecken. (Siehe dazu auch das Interview mit ihm.) Von Meiningen aus erstellte er nun folgende Zwischenbilanz:

 
Inzwischen ist der Hörende Fußmarsch in Meiningen angekommen. Bei nahezu täglich wechselnder Teilnehmerzusammensetzung und insgesamt über achtzig 'Mitläufern' ist er nun seit sechs Wochen unterwegs. Spätestens jetzt darf man sich mal zwischendurch die Frage stellen: Was soll das? Was bringt das Ganze eigentlich?

Schlaglichter: (weiterlesen …)

Kommentarlos, Teil 31

Indonesien hat sein Moratorium auf das Abholzen [von] Regenwaldgebieten um zwei Jahre verlängert. Damit dürfen rund 64 Millionen Hektar Wald und Torfmoorwälder bis Mitte 2015 nicht gerodet werden. [..] Im Gegenzug für das Moratorium sagte Norwegen seinerzeit eine Milliarde Dollar für den Klimaschutz in Indonesien zu. Wie unter anderem der "Jakarta Globe" berichtete, wurde das Moratorium gegen den Protest von Unternehmen durchgesetzt, die neue Palmölplantagen anlegen wollen. Indonesien sei infolge des Moratoriums als Palmölproduzent hinter Malaysia gefallen, hatte etwa ein Industriesprecher beklagt.

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